Die Eiche - der Königsbaum
Wenn ich über die wichtigen Bäume für uns Männer nachdenke, fällt mir als erstes die Eiche ein. Schauen wir uns gemeinsam an, was die Eiche so ausmacht und wie wir da Unterstützung holen können.
Die Eiche ist der Königsbaum. Sie steht gerne frei, um einen beherrschenden Wuchs ausbilden zu können. Wenn das der Fall ist, hat sie deutlich ausladende Äste und bildet eine riesige Krone. Die Eiche wurzelt tief und strebt kraftvoll nach oben. Sie kann bis zu 50 Meter hoch und bis zu 1.000 Jahre alt werden. Überall in unseren Breiten gibt es uralte Eichen, die von Touristen bestaunt werden. Sie zeigen uns Männern, dass wenn wir unsere Eigenart kraftvoll ausbilden, dass dies auch bemerkt und geschätzt wird.
Eichen agieren strategisch und bilden nur alle paar Jahre (in den sogenannten „Mastjahren“) ihre Früchte, sodass trotz Mäusen und Eichhörnchen genügend Eicheln übrigbleiben, die keimen und zu Bäumen wachsen können. Wenn sie von Raupen befallen werden, verzögern sie im darauffolgenden Jahr den Blattaustrieb, um ihre Blätter zu retten. Waldbrände überstehen sie durch den Aufbau ihrer Borke meist ganz gut. Da können wir uns abschauen, das es besser ist, klug und überlegt, nicht hitzköpfig und vorschnell zu agieren.
Freude als innerer Kompass
Ein bekanntes Gedicht von Schiller ist die „Ode an die Freude“. Sogar Beethoven lies sich am Ende seiner 9. Symphonie zu einer teilweisen Vertonung hinreißen. Warum hat die Freude Dichter und und Komponisten zu so unvergesslichen Werken inspiriert? Warum ist sie so wichtig? Diese Fragen sind eigentlich zu komplex für einen Blogartikel, ich will es trotzdem versuchen.
Eines ist klar: wir alle freuen uns gerne, und die Freude ist ein schönes Gefühl. Wir freuen uns über Geschenke, materielle wie auch einen schönen Sonnenaufgang. Aber hinter diesem Thema steckt mehr.
Wir werden mit dem natürlichen Instinkt geboren, der Freude zu folgen. Und genau das machen Kinder auch. Freilich sind die Kinder mit ihren natürlichen Instinkten nicht so gut gegen Gefahren in unserer Zivilisation geschützt wie vor den Tücken in der Natur. Die natürliche Abneigung von Kindern gegen das Essen von Pflanzen hat sie zu Urzeiten gegen Giftpflanzen geschützt, für den Straßenverkehr haben sie allerdings keine Instinkte mitbekommen. Es wäre heute also gefährlich, Kinder IMMER der Freude folgen zu lassen. Merke: hier ist nicht der Instinkt zur Freude das Problem, sondern unsere unnatürliche Lebensweise! Auch diese hat – kosmisch gesehen – seinen Zweck, aber dazu ein andermal mehr.
Die Natur jenseits des Verstandes
Gestern war ich eine Runde im Wald laufen. Dabei sind mir wieder einmal die großen Schilder des hiesigen "Walderlebnispfades" aufgefallen. Da werden allerhand Naturphänomene im Wald thematisiert. Ist natürlich auf den ersten Blick eine schöne Sache, weil auch die Leute, denen der Bezug zur Natur fehlt, wenigstens die Aufmerksamkeit auf der Verstandesebene dann dorthin lenken und vielleicht mehr sehen, wenn sie in ihre Probleme versunken auf den Waldwegen herum spazieren. Ein Punkt, der schade ist, dass es wieder einmal die Sache in den Verstand schiebt und möglicherweise damit verhindert, dass die Phänomene so richtig erlebt werden. Es haben schon viele Weise gesagt, dass man den Tieren und Pflanzen ihren Zauber nimmt, wenn man sie benennt.
